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D&O Versicherung

 

Betriebliche Altersvorsorge (BAV)

Was versteht man unter einer Betrieblichen Altersvorsorge?

Nach dem Betriebsrentengesetz hat jeder Arbeitnehmer ein Anrecht auf eine Betriebliche Altersvorsorge (BAV). Die BAV gehört zur so genannten 2. Schicht der Altersvorsorge. Als Geschäftsführer sollten Sie zumindest grundlegende Kenntnisse zum Thema besitzen, da dies auch ein enormes Haftungspotential für das Unternehmen darstellt. Die Betriebliche Altersvorsorge kann als arbeitnehmerfinanzierte Entgeltumwandlung oder als arbeitgeberfinanzierte Leistung abgeschlossen werden. Sie ist während der Ansparphase steuerbefreit. Steuern und Krankenkassenbeiträge fallen erst im Rentenbezug an. Man nennt dies eine nachgelagerte Versteuerung. Steuer- und Sozialabgabenfrei ist die Betriebliche Altersvorsorge bis max. 4% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung. Für das Jahr 2011 sind das 2640.-- Euro im Jahr. Darüber hinaus können nochmal 1800.-- Euro steuerfrei (nicht sozialabgabenfrei) in die BAV eingezahlt werden.


Die Durchführungswege der Betrieblichen Altersvorsorge sind:

  • Direktzusage
  • Direktversicherung
  • Pensionskasse
  • U-Kasse
  • Pensionsfond

  • Die Art des Durchführungsweges sollten Sie aufgrund steuerlicher u. bilanztechnischer Aspekte auswählen. Ein versierter BAV-Spezialist richtet Ihnen ein entsprechendes Versorgungswerk ein.

    Wann gehört die BAV den Mitarbeitern

    Hier muß man unterscheiden, ob es sich um eine arbeitgeberfinanzierte oder arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersvorsorge handelt. Als arbeitnehmerfinanzierte BAV gehört diese dem Mitarbeiter sofort, bei arbeitgeberfinanzierter BAV erhält der Arbeitnehmer eine unverfallbare Anwartschaft nach 5 Jahres. Dafür ist es unerheblich, ob auch tatsächlich 5 Jahre in den Vertrag einbezahlt wurden. Etwaige Ausfallzeiten wie Mutterschutz oder Wehrdienst verlängert die 5 Jahre nicht.

    Wann ist der Rentenbeginn

    Der Rentenbeginn ist frühestens das 60. Lebensjahr (ab 2012 das 62. Lebensjahr) und max. das 72. Legensjahr. Es ist möglich, sich das Kapital auszahlen zu lassen. Steuern und Sozialabgaben werden dann auf einen Zeitraum von 10 Jahren geleistet.

    Was ist als Arbeitgeber zu beachten?

    Wichtig ist das Gleichbehandlungsprinzip. d.h Sie müssen alle Arbeitnehmer gleich behandeln, dass gilt auch für die Höhe der betrieblichen Altersvorsorge. Eine Gruppenbildung ist allerdings möglich. Richten Sie am besten in Ihrem Unternehmen ein Versorgungswerk ein. Es ist eher weniger zu empfehlen, den Mitarbeitern zu überlassen, bei welcher Versicherungsgesellschaft Sie einen Vertrag abschließen. Falls neue Mitarbeiter bereits einen BAV - Vertrag haben, kann dieser auch in das vorhandene Versorgungswerk übertragen werden (bei Direktversicherungen und Pensionskassen). Dies nennt man Portabilität. Die betriebliche Altersvorsorge ist ein wichtiger Teil der Rentenplanung. Daher sollte jeder Mitarbeiter kompetent dazu beraten werden.



     

     

     

     

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