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D&O Versicherung

 

Gruppenunfallversicherung

Bei der Gruppenunfallversicherung handelt es sich um eine Ergänzung zur gesetzlichen Unfallversicherung, die lediglich Unfälle während der Arbeitszeit und auf dem Hin- und Rückweg zum Arbeitsplatz einschließt. Die Gruppenunfallversicherung ist eine Form von Sozialleistung auf freiwilliger Basis, die Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer abschließen, um diese abzusichern oder um ihre Firma vor den Folgen eines Unfalls zu schützen. Die Versicherung hat in der Regel weltweit und rund um die Uhr Gültigkeit und schließt sowohl Unfälle während der Arbeit als auch in der Freizeit ein. Versicherungsgesellschaften bieten die Gruppenunfallversicherung bereits ab zwei bis drei Personen an. Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, sowohl sich, als auch Familienangehörige, die im Unternehmen mitarbeiten, in den Versicherungsschutz mit einzuschließen. Sie sollten überlegen ob Sie im Rahmen Ihrer Geschäftsführerhaftung eine Gruppenunfallversicherung auch in Ihrem Unternehmen installieren.

Die Höhe der Versicherungspolicen richtet sich unter anderem nach der Zahl der versicherten Personen, wobei der Beitragsrabatt mit steigender Versichertenzahl steigt. Eine Gruppenunfallversicherung empfiehlt sich insbesondere auch für Selbstständige und deren mitarbeitenden Familienangehörigen, da dieser Personenkreis von der Sozialversicherung kaum oder überhaupt nicht berücksichtigt wird.

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung erfolgen in Form von Rentenzahlungen bzw. einer Erwerbsminderungsrente, wohingegen Gruppenunfallversicherungen in aller Regel in Form einer einmaligen Zahlung vorgenommen werden, wobei der Versicherungsvertrag individuell an die jeweiligen Anforderungen der Gruppe, die versichert werden soll angepasst werden kann. Je nach Ausgestaltung des einzelnen Versicherungsvertrages können Rentenzahlungen zusätzlich zur einmaligen Invaliditätsleistung ebenso vereinbart werden, wie z.B. ein Krankenhaustagegeld oder Zahlungen im Todesfall. Eine Gruppenunfallversicherung kann entweder zugunsten des Unternehmens, das die Versicherung abschließt, oder zugunsten eines versicherten Mitarbeiters abgeschlossen werden, wobei man im ersten Fall von Versicherung auf eigene Rechnung und im Zweiten von Versicherung auf fremde Rechnung spricht. Diese Unterscheidung wird vorgenommen, weil ein Unfall nicht nur Arbeitnehmer treffen kann, sondern dessen Folgen auch das Schicksal einer Firma bestimmen kann. So kann der Ausfall des Führungspersonals eines Unternehmens z.B. zu dessen Ruin führen oder zumindest dessen finanzielle Situation tief greifend beeinflussen. Ist ein Unfall passiert, so zahlt die Gruppenunfallversicherung also je nach vertraglicher Vereinbarung entweder an das Unternehmen, das die Versicherung abgeschlossen hat oder an das betroffene und versicherte Unfallopfer.

Außerdem haben Unternehmen die Möglichkeit ihre Mitarbeiter entweder mit Namen in der Versicherungspolice aufzuführen oder anonym, als Gruppe einer bestimmten Anzahl abzuschließen. Dies ziehen besonders Unternehmen mit vielen Angestellten vor, wobei eine veränderte Anzahl an Gruppenmitgliedern dem Versicherer mitgeteilt werden muss. Gutes Dokumentenmanagement ist hier vorausgesetzt. Da die gesetzliche Unfallversicherung erst ab einem Invaliditätsgrad von 20% Leistungen erbringt und diese Leistungen meist nicht ausreichen, die Folgen einer Invalidität aufzufangen, sollte eine zusätzliche Unfallversicherung z.B. in Form einer Gruppenunfallversicherung flankierend greifen. Sie greift bereits ab einem Invaliditätsgrad von 1%. Steuerlich wird die Gruppenunfallversicherung je nach Begünstigtem erfasst. Lautet die Versicherungspolice auf den Namen eines Mitarbeiters, so wird die vom Arbeitgeber bezahlte Versicherungsprämie vom Finanzamt als Arbeitsentgelt gewertet und unterliegt somit der Sozialversicherungs- und Steuerpflicht, tritt der Versicherungsfall ein, so bleibt dieser Betrag jedoch steuerfrei. Hat das Unternehmen jedoch die Rechte am Versicherungsvertrag, so werden diese vom Finanzamt als betriebliche Ausgaben anerkannt und sind vom Unternehmen als solche abzugsfähig. Werden nach einem Unfall von der Versicherung Leistungen erbracht, so wertet das Finanzamt diese als Betriebseinnahmen, die wiederum versteuert werden müssen.



 

 

 

 

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